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{THEMA}Filme{KAPITEL}Afghanen flirten nicht |
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Afghanen flirten nichtEine Krisenmanagerin in Kabul
ein Dokumentarfilm von Jochen Frank
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„Der Reiz dieses Lebens“ besteht für Suzana Lipovac darin, „dass man seine eigenen Ideen, auch wenn sie total abgefahren sind, verwirklichen kann.“ Als Leiterin einer humanitären Hilfsorganisation ist die 35-jährige Stuttgarterin Managerin und Sozialarbeiterin zugleich. In Kabul und Umgebung führt sie mit ihrem afghanischen Team mehrere Notambulanzen, die in dem vom Krieg völlig zerstörten Land medizinische Grundversorgung anbieten. Fern der Stadtgrenzen Kabuls, außerhalb der Sicherheitszone der Internationalen Schutztruppe, ist die Situation meist noch dramatischer als in der Stadt. Karge Wüstenlandschaften, ein Leben ohne Strom und fließend Wasser und jeglicher medizinischer Grundversorgung. Aus dem Grunde hat sich Suzana zum Ziel gesetzt, einen neuen Projektstandort in der Wüste südlich von Kabul aufzubauen. Das Gelingen dieses Planes aber hängt nicht zuletzt von ihrem diplomatischen Geschick ab, die Wünsche der verschiedenen Interessengruppen zu vereinigen. Auf der einen Seite muss Suzana den Vorgaben des deutschen Auswärtigen Amtes als Förderer des Projekts nachkommen. Andererseits gilt es, auch die Afghanen zufrieden zu stellen, da sie eigene Vorstellungen haben, wie die Hilfe aus der „ersten Welt“ auszusehen hat. Bei den Verhandlungen mit den Afghanen wird Suzana zwangsläufig mit traditionellen Werten einer islamischen Männergesellschaft konfrontiert, die der westlichen Managerin trotz leitender Funktion viel Zurückhaltung abverlangen. Diesen oft konträren Ansprüchen gerecht zu werden ist allerdings eine gefährliche Gratwanderung. Ein Verstoß gegen die gesellschaftlichen Regeln kann nicht nur das „Aus“ für ein Projekt, sondern auch eine Gefahr für das eigene Leben bedeuten. Der Regisseur Jochen Frank begeleitet Suzana Lipovac sechs Monate lang in ihrem Alltag. Sein Dokumentarfilm „Afghanen flirten nicht“ ist ein Porträt über diese ungewöhnliche Frau, die in Deutschland ihren gesicherten Job aufgegeben hat, um mit ihrer Organisation in krisengeschüttelten Ländern zu helfen. Die Arbeit bedeutet für sie, täglich die Gefahr für das eigene Leben neu einschätzen zu müssen. Immer in dem Wissen, dass zu Hause ihre beiden kleinen Kinder auf sie warten. Der Film erzählt von den Schwierigkeiten der täglichen Arbeit im Krisenherd Afghanistan, er beobachtet den Aufbau einer neuen Ambulanz und zeigt Chancen aber auch Grenzen humanitärer Hilfe. ‚Afghanen flirten nicht’ ist eine Gemeinschaftsproduktion der Filmakademie Baden-Württemberg, INDI FILM GmbH und dem Südwestrundfunk (SWR) in Zusammenarbeit mit der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) und wird im Rahmen der Sendereihe „Junger Dokumentarfilm“ des SWR im März 2005 ausgestrahlt. {NAVIGATION} |
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