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{THEMA}Gewalt

{KAPITEL}Definition

{TEXT}

Dass die Vergewaltigung der Frau dem Sexualtrieb des Mannes entspricht, wird von ExpertInnen bestritten. Maßgeblich für die Gewaltausübung ist der Wille zur Machtdemonstration, zur Erniedrigung des (Kriegs)Gegners, zur ethnischen Säuberung und zur Demütigung und „Entehrung“ der gegnerischen Partei.

So stellt Gabriele Mischowski in ihrem Beitrag zum Buch „Sexualisierte Kriegsgewalt und ihre Folgen“ (Seite 31) fest:

{ZITAT}

[…] Allein die Fortdauer von Kriegsvergewaltigung trotz Militärbordellen widerlegt eindrücklich die Vorstellung, dass Vergewaltigung in der Natur des Mannes liegt, genauer gesagt in seinem Sexualtrieb, der in der allgemeinen Gewaltsituation des Kriegs vollends entfesselt wird. […]

{ZITATENDE}

Und

{ZITAT}

[…] Sexualisierte Gewalt ist, wie die Soziologin Ruth Seifert es einmal formuliert hat, kein aggressiver Ausdruck von Sexualität, sondern ein sexueller Ausdruck von Aggression. Aus diesem Grund sprechen wir auch nicht von sexueller sondern von sexualisierter Gewalt. […]

{ZITATENDE}

Sexualisierte Gewalt ist eine Form von Gewalt, die sich in voller Absicht gegen den intimsten Bereich eines Menschen richtet, und deren Ziel die Demonstration von Macht und Überlegenheit durch die Erniedrigung und Entwürdigung der/des Anderen ist.

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