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{THEMA}Gewalt

{KAPITEL}international

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Aktuelle Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit im Krieg in der Demokratischen Republik Kongo

Nach Schätzungen sind Tausende von Frauen und Mädchen seit 1998 im Osten Kongos vergewaltigt worden. Viele der Opfer leiden unter psychischen und physischen Folgewirkungen, sind von ihren Peinigern schwanger oder haben eine HIV-Infektion. Die Schande und der Makel, die mit einer Vergewaltigung verbunden sind, demütigen die Frauen zusätzlich. Viele Frauen schweigen aus Angst, von der Gesellschaft, von ihren Familien ausgestoßen zu werden.

Doch nicht nur die Kriegsparteien nützen die instabile Lage, auch die Helfer, die eigentlich für Ordnung im Kriegsgeschehen, für Stabilität und Sicherheit sorgen sollen, nützen die Krisensituation aus:

{ZITAT}

In jüngster Zeit geriet der Krieg im Kongo in das Blickfeld der Öffentlichkeit – allerdings nicht durch das Aufflammen der Konflikte oder die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen. Der Grund war eine Form der Menschenrechtsverletzung, die wir auch aus anderen Krisenregionen kennen: Blauhelme der UN-Friedensmission MONUC, seit 2003 insbesondere im Osten des Landes stationiert, beuten in erheblicher Anzahl Mädchen und Frauen sexuell aus und vergewaltigen sie. Als „Lohn“ erhalten die Mädchen von den Soldaten Nahrung und kleine Geldsummen.

Diese Informationen wurden zunächst von mehreren Menschenrechtsorganisationen zusammengetragen und veröffentlicht. Im Januar 2005 hat auch die UN-interne Untersuchungskommission OIOS (Office of Internal Oversight Services) die Berichte bestätigt. „Wir sind schockiert, empört und angeekelt“, so William Swing, Leiter der UN-Friedensmission im Kongo.

(Aus einem Bericht von Medica mondiale im Journal 1-2005)
{ZITATENDE}
MONUC
Mission de l’Organisation des Nations Unies en RD Congo (United Nations Organization Mission in the Democratic Republic of the Congo)
OIOS
Office of Internal Oversight Services

 

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