Viele Eltern möchten ihre Kinder nach dem 18. Geburtstag finanziell gut versorgt wissen. Dafür bieten sich verschiedene Anlageprodukte an, die rentabel sind. Sparen für Kinder in Österreich ist nicht nur für eine finanziell abgesicherte Zukunft wichtig, sondern trägt auch zu einem positiven Verhalten der Kinder im Umgang mit Geld bei.
Welche weiteren Vorteile Sie durch das Sparen für Kinder erhalten, worauf zu achten ist und welche Anlageprodukte zu empfehlen sind, zeigt Ihnen der nachfolgende Artikel.
Darum lohnt sich das Sparen für Kinder
Laut einer Studie des Gallup-Instituts legen Eltern monatlich rund 75 Euro für ihre Kinder, die nicht älter als 14 Jahre sind, an. Ein guter Grundstein für eine sichere finanzielle Zukunft sei den Befragten besonders wichtig.
Selbst kleinere Beträge von 25 bis 50 Euro monatlich machen sich auf lange Sicht bemerkbar und sorgen für ein gut gefülltes Rücklagenpolster Ihrer Kinder. Die Regelmäßigkeit macht sich am Ende bezahlt und sorgt für einen größeren Geldbetrag, mit dem viele Eltern nicht gerechnet haben. Die erste eigene Wohnung oder der Führerschein sind kostspielige Dinge, die mit einem Anlageprodukt einfacher zu finanzieren sind.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Anlageprodukte für Minderjährige unter 18 Jahren mündelsicher anzulegen sind. Es stehen den Interessierten also nur bestimmte Anlageprodukte mit einem geringen Risiko zur Auswahl. Damit ist das Vermögen des Kindes durch die Auflage des Gesetzgebers gesichert.
Diese Anlageprodukte für Kinder sind zu empfehlen
Neben dem klassischen Sparbuch als Option zum Sparen und Sparanlagen für Kinder gibt es Staatsanleihen und Pfandbriefe, aber auch Bausparverträge oder die Möglichkeit von Depots, die durch eine Schenkung an die Kinder weitergegeben werden.
Sparkonten mit Tages- oder Festgeld
Flexible Tagesgeldkonten sind eine sichere Option zum Sparen für Kinder, da es kein Risiko gibt. Das Einzahlen erfolgt nach Ihrem Ermessen und bedarf weder eines bestimmten Geldbetrags noch einer festgelegten Regelmäßigkeit. Es ist jedoch zu empfehlen, langfristig und dauerhaft einen von Ihnen festgelegten Betrag einzuzahlen. Der Vorteil an einem Tagesgeldkonto ist, dass auch kurzfristig aufgetretene Geldbeträge wie etwa Geldgeschenke zur Geburt, zum Geburtstag oder zu einem feierlichen Anlass auf das Tagesgeldkonto eingezahlt werden können. Die niedrigen Zinsen machen am Ende zwar keinen großen Gewinn aus, dafür ist das Konto eine sichere Wertanlage.
Bei verschiedenen Anbietern finden Sie ein sogenanntes Taschengeldkonto, das speziell für Kinder konzipiert ist. Diese Konten sind mit höheren Zinsen ausgelegt und daher attraktiver für kleine Sparer.
Bausparverträge
Eine solide Grundlage für eine Anzahlung auf eine eigene Wohnung oder für die Finanzierung eines Hauses bietet ein Bausparvertrag. Dieser sollte im besten Fall so früh wie möglich abgeschlossen werden, um den größten Effekt zu erzielen. Nicht nur die eigenen vier Wände oder die Anzahlung einer Kaution sind mit dem ausgezahlten Ersparten eines Bausparvertrags möglich, sondern auch die Anschaffung von neuen Möbeln oder die Materialien für eine Renovierung. Achten Sie darauf, die nötigen Belege zu sammeln, die auf Nachfrage bei Ihrem Anbieter einzureichen sind.
Zudem sind die meisten Bausparverträge mit einer längeren Laufzeit von rund sechs Jahren versehen. Der Vorteil daran ist der Bonuszins, der nach regelmäßiger Einzahlung und dem Verzicht auf das Bauspardarlehen rentabel ist.
Junior- oder Wertpapierdepot
Bei einem Junior- oder Wertpapierdepot legen die Eltern des Kindes ihr eigenes Geld an. Erst nach dem 18. Geburtstag des Kindes folgt eine steuerfreie Schenkung. Diese Variante lohnt sich vor allem für einmalige und größere Geldbeträge.
Darauf ist beim Sparen für Kinder zu achten
Ist beim Abschluss eines Anlageproduktes der Name des Kindes eingetragen, gehört dem Kind die Wertanlage. Das hat für Sie den Vorteil, dass das Anlageprodukt nahezu steuerfrei ist. Beachten Sie, dass die Wertanlage den jährlichen Freibetrag von 801 Euro nicht überschreitet, und nutzen Sie den Sparerpauschbetrag.
Wertvolle Tipps für ein maximales Ergebnis
In Österreich lohnt es sich, das Formular für den Familienbonus Plus auszufüllen. Diese staatliche Finanzhilfe greift bei Eltern, deren Kinder unter 18 Jahren alt sind. Der Absetzbetrag ist seit 2022 von ehemals 1500 auf 2000 Euro gestiegen und lässt sich als Absetzbetrag steuerlich entgelten. Geringverdiener erhalten einen niedrigeren Betrag zurück, da sie weniger Steuern zahlen. Dieses Ersparte ist ein guter Startpunkt für eines der mündelsicheren Anlagenprodukte, die Ihrem Kind zugutekommen.
Achten Sie darauf,
- wessen Name im Anlageprodukt aufgeführt ist,
- wie lange die Laufzeit ist
- und welche Gebühren, Zinsen oder Steuern anfallen.
Wenn Sie verhindern möchten, dass Ihr Kind nach Vollendung des 18. Lebensjahres das angesammelte Ersparte mit vollen Händen ausgibt, ist ein Auszahlungsplan hilfreich. So geben Sie Ihrem Kind einen strukturierten Weg für seine Finanzen vor und haben selbst nach der Volljährigkeit eine gewisse Kontrolle über das Ersparte.
Fazit
Sparen für Kinder macht sich am besten ab einem frühen Zeitpunkt mit einer von Ihnen gewählten Regelmäßigkeit bezahlt. Sparkonten mit Tages- oder Festgeld und hohen Sparzinsen im Vergleich sind eine sichere Variante, um langfristig zu sparen.
Achten Sie auf die Bedingungen für mündelsichere Anlageprodukte und wählen Sie die beste Variante für sich und Ihr Kind für eine abgesicherte Zukunft aus.
